F9 – powered by 1822 und HfG
Foto: HfG Offenbach/Lea Kulens
Kontakt
Carlotta Döhn
Kuratorin | Curator
T: +49 69 80059 303
(Erreichbarkeit: Mittwoch – Freitag)
F9 – powered by 1822 & HfG
Fahrgasse 9, 60311 Frankfurt
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Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse und die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach am Main engagieren sich ab Sommer 2026 gemeinsam für junge Kunst. Die bislang als »1822-Forum« bekannte Galerie wird unter einem trag- und zukunftsfähigen Konzept und neuem Namen fortgeführt. Hierfür haben die HfG und die Stiftung der Frankfurter Sparkasse eine enge Zusammenarbeit vereinbart.
Seit 1970 betreibt die Frankfurter Sparkasse bzw. ihre Stiftung eine nicht-kommerzielle Galerie zur Förderung junger Kunstschaffender. Zahlreiche Künstler_innen verbinden mit dem 1822-Forum ihre ersten Schritte in die Öffentlichkeit.
Um diesem Neustart und dem gemeinsamen Engagement Rechnung zu tragen, erhält die Galerie den neuen Namen »F9 – powered by 1822 und HfG«. Alle künftigen Aktivitäten finden unter dieser neuen Marke statt.
Mitmachen und Auswahl
F9 ist ein Ausstellungsraum für Studierende und Absolvent_innen der HfG Offenbach und der Städelschule.
Kuratiertes Programm
Das kuratierte Programm legt einen Schwerpunkt auf die HfG: Drei von vier kuratierten Ausstellungen zeigen Positionen aus den Fachbereichen Kunst und Design der HfG, eine Ausstellung widmet sich einer Position aus der Städelschule. Die kuratierten Ausstellungen und begleitende Veranstaltungsprogramme entstehen auf Einladung und über Open-Call-Formate. Der Kuratorin steht dabei ein Beirat mit Vertreter_innen der Frankfurter Sparkassen Stiftung, HfG Offenbach und Städelschule beratend zur Seite.
Projektraumphasen
Ergänzend zum kuratierten Ausstellungsprogramm gibt es Projektraumphasen für Studierende der HfG, in denen Ausstellungen, experimentelle Formate oder Performances gezeigt werden können, sowie die Möglichkeit, Diplom- und Masterarbeiten im F9 zu präsentieren. Die Vergabe dieser Räume und Präsentationsmöglichkeiten erfolgt über die jeweiligen Fachbereiche und deren reguläre Verfahren.
Aktuelle Ausschreibungen und Informationen zu Bewerbungs- und Beteiligungsmöglichkeiten werden auf der Website und über Instagram bekannt gegeben.
Termine
- Projektraumphase: Haben Ghebregziabher, 26.08. – 05.09; Eröffnung (tba)
- Ausstellung Aslı Özdemir: 25.09. – 07.11.26
Ausstellungseröffnung: 25.09.26 um 19 Uhr
Ansprechpartnerin
Carlotta Döhn
Foto: HfG Offenbach/Lea Kulens
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Carlotta Döhn
T +49 (0)69.800 59-303
Carlotta Döhn
Seit Juni 2026 ist Carlotta Döhn Kuratorin des F9 und begleitet dessen Übergang vom 1822-Forum zu einem von der HfG Offenbach getragenen Ausstellungsraum. In den kommenden zwei Jahren entwickelt und prägt sie das Programm und die Strukturen des F9.
Carlotta Döhn arbeitet praktisch, kuratorisch und publizierend. Als Teil des Projekts Vision 31 arbeitete sie zuletzt für das Offene Haus der Kulturen e.V. an der Entwicklung eines partizipativen und nachhaltigen Kulturraums in Frankfurt. Zuvor kuratierte sie bei basis e.V. Ausstellungen mit Künstlerinnen wie Amna Elhassan und Toni Schmale. Während Elhassans Arbeiten Fragen nach Erinnerung, Widerstand und der Widerstandsfähigkeit sudanesischer Frauen aufgriffen, setzte sich Schmales Ausstellung mit Körperpolitik, queerer Abstraktion und Formen des Widerstands auseinander. Darüber hinaus organisierte Carlotta Döhn Diskursformate, Workshops und partizipative Veranstaltungen und ist Herausgeberin und Mitautorin von Toni Schmales Künstler_innenbuch »opferblech«. Sie studierte Curatorial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt und der Städelschule.
»Für mich ist der Ausstellungsraum kein neutraler Ort der Präsentation, sondern ein Raum, in dem gesellschaftliche Ordnungen sichtbar werden und zugleich verschoben werden können.
Ich verstehe Kunst und Gestaltung als Praktiken, die gesellschaftliche Wirklichkeiten nicht nur abbilden, sondern hervorbringen, sichtbar machen und verhandelbar werden lassen. Mich beschäftigen Ambivalenzen und Zwischenräume: zwischen Innen und Außen, Sichtbarkeit und Opazität, Identität und Zuschreibung. Künstlerische und gestalterische Praktiken, die normierende Blicke unterwandern, institutionelle Logiken befragen oder neue Formen der Raumaneignung entwickeln, interessieren mich besonders. Statt Identitäten und Bedeutungen zu fixieren, frage ich danach, wie Kategorien entstehen, wie sie Körper und Räume organisieren und wie sie sich unterlaufen oder verschieben lassen.«
News
F9-Open Call: Fachbereich Design
Das »F9« lädt Studierende und Absolvent_innen des Fachbereichs Design dazu ein, Arbeiten einzureichen, die Körper jenseits normativer Vorstellungen in den Blick nehmen und die Beziehungen zwischen Körpern, Dingen, Räumen und gesellschaftlichen Bedingungen untersuchen.