HPM Residency 5.0: Hi Stipendiat_innen!

17 hours ago
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Am 15. April 2026 haben die vier neuen internationalen HPM Residency-Stipendiat_innen Miru Kim, Philsoo Heo, Robert Schittko und Nàto Bosc-Ducros ihre Projektarbeit an der Höchster Porzellan Manufaktur begonnen. In enger Zusammenarbeit mit der HfG-Lehre aus Kunst und Design sowie dem Team der Produktion vor Ort vertiefen sie ihre Arbeit mit Porzellan. Im experimentellen Forschen mit Materialien und Fertigungstechniken entstehen neue, konzeptuelle Inhalte und Werke. 

Die Stipendiat_innen 

Miru Kim (KOR) 

My Doodles originate from absent minded scribbles made without intention, judgment, or a predetermined outcome. These drawings emerge in moments when attention loosens and the hand moves ahead of thought. What begins as meaningless doodling gradually opens a space of freedom, where gesture, rhythm, and repetition take precedence over control. For me, doodling is not a preparatory act but a way of thinking through the body, allowing form to surface before language or concept intervenes. These drawings later translate into small sculptural forms made of ceramic. By working directly with the material, the lines of the doodles become loops, knots, and accumulations in three dimensions. This progression from doodle drawing, to small sculptural translation, to 

structural sketch and kinetic installation forms the foundation of my work at HPM. It reflects my intention to develop object based ceramic works that preserve the freedom of gesture while engaging with repetition, material discipline, and sustained making within a manufactory environment. 

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Philsoo Heo (KOR) 

Für das HPM RESIDENCY PROGRAMM 5.0 verfolge ich das Ziel, im Rahmen eines konzentrierten Forschungsprozesses die Konzepte von Natürlichkeit und Zufälligkeit in Porzellanscherben systematisch zu untersuchen. Durch experimentelle Arbeitsweisen erforsche ich, wie sich diese Phänomene materialisieren und in architektonische sowie skulpturale Formprozesse überführen lassen. Im Zentrum steht dabei das Spannungsfeld zwischen kontrollierten Herstellungsprozessen und materialimmanenten, nicht steuerbaren Veränderungen. Seit mehreren Jahren arbeite ich mit dem flüssigen Zustand von Porzellan (Gießmasse) und entwickle Formen ohne die Verwendung von Gipsformen. Ziel dieses Experiments ist es, Einzigartigkeit zu erzeugen und ein Gleichgewicht zwischen Natürlichkeit und Intention, zwischen Fülle und Leere sowie Fragen des Annehmens zu erforschen. 

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Robert Schittko (D) 

Im Rahmen der Residency entwickle ich einen zusammenhängenden Werkkomplex aus keramischen Skulpturen auf Basis von Zeichnungen und gefundenem Material. Im Zentrum steht die Arbeit mit Porzellan und Keramik als Materialien, die bereits Geschichte, Gebrauch und kulturelle Zuschreibung in sich tragen. Gefundene Keramiken, industrielle Porzellanfragmente und neu gefertigte Elemente werden zerteilt, ergänzt und wieder zusammengesetzt. Mich interessiert der Moment, in dem Material seine ursprüngliche Funktion verliert und in einen offenen, veränderbaren Zustand übergeht. Zeichnungen sind ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses. Zeichnung und keramische Umsetzung greifen von Beginn an ineinander. Ziel ist es, im Verlauf der Residency einen geschlossenen Werkkomplex zu entwickeln, der die Übersetzung von Zeichnung in keramische Skulptur sichtbar macht und eine Erweiterung des Maßstabs ermöglicht. 

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Nàto Bosc-Ducros (F) 

My artistic practice draws on techniques borrowed from the applied arts, which I divert and reinterpret. It is developed through ceramics and textiles and unfolds through site-based research. This research-and-creation process focuses on artisanal practices that have disappeared or are in the way of disappearing, as well as on the collective histories they carry, particularly in their relationship to the landscape. The combined use of technology and traditional techniques makes it possible to reclaim a heritage that becomes living and fluid. My project will consist in making an installation containing three sculptural elements: A porcelain garment-sculpture, a machine designed to reproduce the sound of water flowing from the village reservoir through the collision of porcelain elements, a transportable monument module, digitally modelled, printed, and then cast in porcelain. 

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Gefördert wird das HPM Residency-Programm von der Crespo Foundation und der Aventis Foundation. 

Veranstaltungen Residency 5.0

Im Rahmen der viermonatigen Residency finden an der HPM folgende Veranstaltungen mit den Stipendiat_innen statt, zu denen wir herzlich einladen. Die einzelnen Termine und nähere Angaben zu den Veranstaltungen werden zeitnah auf dieser Seite publiziert. Eintritt/ Teilnahme sind frei. 

Präsentation ‚porcelain transfers‘: Projektkonzepte der Stipendiat_innen 

Mai 2026 

Workshops der Stipendiat:innen 

Juni 2026 

OPEN STUDIO ‚exploring porcelain‘ Residency 5.0 

Präsentation der Projektarbeiten im Residency Atelier an der HPM mit Führung der Stipendiat_innen. 

So 12. Juli 2026, 11–16 Uhr 

Veranstaltungsort 

Höchster Porzellan Manufaktur (HPM) 

Palleskestraße 32, 65929 Frankfurt am Main