Tomorrow until 8 November 2026

Aus gutem Hause

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Wenn ich aufbreche (ich weiß, dass ich zurückkommen werde) und hinaustrete – nein – verlasse, denn ich weiß, das hier bleibt und etwas von mir verbleibt auch hier und ich verlasse mich darauf, dann frage ich mich: sind die Fenster zu, ist der Herd aus, scheint die Sonne hinein, auf die Glaskugel mit den Blasen darin, in der sich der Strahl bündelt, auf die Decke fällt, die auf dem Tisch liegt, und werde ich die Flammen löschen können, wenn ich wieder da bin? 

Darum weiß ich, ich bin am Leben und das Leben ist gut, denn mir ist klar, dass, egal, was passiert: ich werde zurückkommen und Etwas verbleibt – und es ist gleich, dass ich nicht weiß, was es ist, denn es war einst Teil von mir, aber er ist mir fremd geworden – und kein Feuer dieser Welt vermag das zu vernichten. 

Etwas hat eine Form, die ich sehen kann, wenn ich daran denke, und es ist wie ein Lied, das ich hören konnte als Kind, das zu der Geschichte passt, die ich so liebte, wie eine Insel. Sie ist mir klar vor Augen, wenn ich daran denke und das Lied summe, fahre und die Sonne scheint, und das Licht geht an und aus, hinter den Augen. Dann schaue ich nach unten auf das Wasser, in dem die Strahlen mir fremd werden, weil ich sie immer noch sehen kann, aber ich weiß, das sind sie nicht – so wie ich weiß, das Etwas bleibt und dass da immer noch was ist, auch wenn ich es nicht sehen kann. Das ist wie ein Hund mit grauem Fell, das wie das Wasser riecht und eine feuchte Nase. Und wie der Hund lege ich mich auf den Boden, denn ich will nicht mehr weiter und es zerrt an mir. Mein Hals wird eng und es brennt. Doch dann merke ich, dass ich mich täusche, und das Flackern in meinen Augen ist wie der Himmel und ich werde zurückkommen, kann aufstehen, laufen, endlich – und ich kann es schon spüren, als wäre da etwas, was mich ruft, wie das Mittagessen. Und dann komme ich zurück. Dann stehe ich davor und alles ist da. Ich bin wieder eins, ganz eins. 

Künstler_innen

Isabella Angioni, Anton Andrienko, Jakob Francisco, Stasia Grishina, Gregor Lau, Benedikt Lübcke, Enxhi Mehmeti, Paul K. Muller, Mei-Lin Oomes, Melika Moazeni, Sertan Satan, Mike Schäfer, Lennart Schweigert, Sebastian Woitschek 

Eröffnung

22 Oktober 2026, 18–21 Uhr

Öffnungszeiten

Sa & So 15–18 Uhr und nach Vereinbarung

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Hafenplatz 1–3
63076 Offenbach am Main