Das fliegende Künstlerzimmer

vor 2 Monaten

Kunst und Kultur direkt zu Schüler_innen zu bringen – das war Anstoß für die Crespo-Foundation gemeinsam mit dem hessischen Kultusministerium und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie dem Landkreis Marburg-Biedenkopf das Projekt »Das fliegende Künstlerzimmer« zu starten: für jeweils ein Schuljahr wohnt und arbeitet ein_e Künstler_in in einem mobilen Arbeits- und Wohnatelier auf dem Schulhof einer weiterführenden Schule in Hessen.

Der erste Stipendiat ist der HfG-Absolvent Jan Lotter, der im Schuljahr 2018/19 in der IGS Wollenbergschule in Wetter gastiert. Die IGS Wollenbergschule Wetter ist eine Integrierte Gesamtschule mit rund 650 SchülerInnen und 70 LehrerInnen, seit 2011 ist sie Ganztagsschule im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Als inklusive Schule der Region ermöglicht sie alle Abschlüsse vom Haupt- und Realschulabschluss über den Übergang in die gymnasiale Oberstufe bis hin zum berufsorientierten Abschluss.

In enger klassen- und fächerübergreifender Zusammenarbeit mit den Lehrer_innen der Schule entwickelt Jan Lotter an drei Tagen in der Woche künstlerische Ansätze, um den Kindern und Jugendlichen neue ästhetische Perspektiven auf die Lehrinhalte zu eröffnen.

Das Künstlerstipendium
Richtet sich an KünstlerInnen, deren Arbeit sich durch hohe künstlerische Qualität auszeichnet und die erfahren sind in der kulturellen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen an Schulen. Das Stipendium beinhaltet die Nutzung des Wohn-Ateliers »Das fliegende Künstlerzimmer« auf dem Schulhof und ist mit einem Lebenshaltungskostenzuschuss in Höhe von monatlich 2.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhält der/die KünstlerIn einen Material- und Aufwendungszuschuss von jährlich 6.000 Euro für seine/ihre eigene Arbeit und die Zusammenarbeit mit den SchülerInnen.

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Jan Lotter, ausgebildet an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main, beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit unter anderem mit sozialen Interventionen. Diese setzt er in seinen Kunstaktionen poetisch-ästhetisch und mit großem menschlichen Gespür um. Dabei überlässt er es den TeilnehmerInnen,  sein Angebot als „Kunst“ oder als Einladung zu einem außergewöhnlichen Beisammensein wahrzunehmen

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Das mobile Wohn-Atelier wurde von den Architekten Prof. Nikolaus Hirsch und Prof. Dr. Michel Müller eigens für »Das fliegende Künstlerzimmer« entwickelt. Durch seine Raumhöhe von 3,50 Metern entspricht es einem lichten und großzügig gestalteten Künstleratelier und ist, zerlegt in vier Module, per Tieflader von Schulhof zu Schulhof transportierbar.