26 April 2019

Diplompräsentation Design

18:00 Uhr, Aula
Plakat diplom design
26 April 2019

Diplomarbeiten

18:00 Uhr, Aula

Sledge X

Benjamin Slattery

Unebenheiten auf Ski- sowie Rodelpisten können nicht nur die Abfahrt erschweren, sondern auch folgenschwere Folgen haben. Erschütterungen des Schlittens oder Stoßbelastungen nach einem Sprung werden von vielen Sporttreibenden unterschätzt. Insbesondere im Bereich der Wirbelsäule kann es hier zu Verletzungen kommen.

An dieser Stelle setzt Sledge X an: die federnden Eigenschaften des Materials und die dynamische Sitzaufhängung des Schlittens absorbieren die Stoßbelastungen. 

Ben schlitten diplom

Boost – Ein austauschbarer Fahrrad Akku

Kai Dreyer

Gespeicherte Energie findet in der heutigen Welt eine stetig steigende Bedeutung. Sei es in Akkus für Smartphones oder Automobile, jederzeit wird eine technische Unterstützung benötigt, die den Alltag ergänzt. Fahrrad-Akkus funktionieren hierbei ähnlich und können Fahrer_innen auch eine leichtere Fortbewegung und höhere Geschwindigkeiten im Durchschnitt gewährleisten. Jedoch wird beim Fahrrad kein populärer Rekord in der Beschleunigungszeit von 0 auf 100 verkündet, sondern lediglich ein klassisches Transportmittel noch massentauglicher gemacht.

In diesem Sinne, soll ein austauschbarer Akku das Fahrradfahren optimieren und der Mensch nicht vollkommen in den Hintergrund gestellt werden. Durch die höhere Effizienz kann die bereitgestellte Energie frei und umschweifend genutzt werden. Dieses Prinzip soll das Design als universaler und an Stationen austauschbarer Fahrrad-Akku verdeutlichen.

Betreut durch: Prof. Peter Eckart (Praxis)

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Medikamentenstift – Eine neue Methode, Medikamente einzunehmen

Shaohui Huang

Durch eine spezielle Ultraschallübertragung können die Hautporen erweitert und vergrößert werden, so dass Arzneimittel mit hohem Molekulargewicht durch die Schweißporen zu den Kapillaren transportiert und dann durch die Kapillaren in den Blutstrom gelangen können. Denn das neue tragbare Ultraschallpflaster bietet eine nicht-invasive Überwachung des Körpers in einer Tiefe von 4 cm unter der Haut und hilft so, Probleme wie beispielsweise hohen Blutdruck früher und genauer zu erkennen.

Das Medikament befindet sich auf dem Trägerstoff Gelatine, die auf die Haut gesprüht wird. Die Absorptionszeit wird durch ein Ultraschallpflaster gesteuert, das gleichzeitig auf der Hautoberfläche verbleibt. Jedes Mal, wenn es gedrückt wird, handelt es sich um eine Dosis. Je nachdem wie oft Sie täglich das Arzneimittel benötigen, drücken Sie jedes Mal für eine Dosis, somit klebt das Arzneimittel auf der Hautoberfläche und wartet auf die Einwirkzeit. Wenn das an der Stiftspitze angesaugte Ultraschallpflaster an der Haut befestigt ist, zeigt der Stift automatisch an, wie oft das Medikament gesprüht werden muss. Abends kann das Medikament für den nächsten Tag im Voraus auf die Haut gesprüht werden. Wenn die Erinnerungszeit festgelegt ist, vibriert das Ultraschallpflaster, bis es wieder auf den Medikamentenstift gesaugt wird, um zu verhindern, dass die Einnahme vergessen wird.

User

holomesh 

Hui Wang

Das Projekt holomesh beschäftigt sich mit zwei Fragestellungen: Wie können Designprozesse in Gänze im virtuellen Raum bewältigt werden? Wie können in der Haustechnik die Systeme der Energie-, Wärme- und Wasserversorgung in eine Einheit mit der Baustatik zusammengehen? holomesh löst diese Aufgabe mit Hilfe einer individuellen virtuellen Planungslogik (Raster) und einem Systemgedanken, der das Sammeln und Verteilen neu und anwendungsorientiert lokalisiert. 

holo•mesh (von altgriechisch ὅλος holos, deutsch ‚ganz‘, ‚vollständig‘ und von englisch mesh, deutsch ‚Masche’ Einheit für Gewebefeinheit)

Betreut durch: Prof. Frank Georg Zebner (Praxis)

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Seat7 – A bespoke bicycle saddle

Mervyn Bienek

Seat7 ist ein Fahrradsattel, der ergonomisch und ästhetisch angepasst werden kann. Für eine optimale Ergonomie des Sattels werden die Sitzknochen der Fahrer_innen vermessen und die Sattelgeometrie auf den jeweiligen Fahrstil angepasst. Ebenso individualisierbar sind der Härtegrad der Sitzflächen und die Deckmaterialien. Die Sitzfläche wird aus Schichtholz im Formholzverfahren als Einzelstück produziert. Seat7 bricht mit der Stilnorm und ist etwas für jede_n ambitionierten Fahrradfahrer_in, der_die keine Kompromisse in Punkto Ergonomie und Ästhetik macht.

Betreut durch: Prof. Peter Eckart (Praxis)

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tuuls – Werkzeuge zur Nahrungsaufnahme

Lena Huber

Wenn wir mit allen Sinnen essen, macht das nicht nur einen Unterschied für unsere Gesundheit, sondern sorgt auch für ein gesteigertes Genusserlebnis. tuuls möchte mit Hilfe drei handnaher Werkzeuge die Sinne anregen und so eine sensible Atmosphäre bei der Nahrungsaufnahme schaffen. Das bewusste, haptische Erkunden der Werkzeuge schärft die Sinne und bildet die Basis für einen achtsamen Umgang mit den verschiedenen Aspekten der Nahrungsaufnahme. Die Werkzeuge schlagen eine Brücke zwischen Mensch und Nahrung und fördern das Miteinander am Tisch. Der Wunsch zum „Begreifen“ der Werkzeuge wird durch verschiedene Materialien, Oberflächen und die Form der Objekte angeregt. Das Schöpfen, das Greifen und das Zerteilen der Nahrung stehen im Mittelpunkt der Beobachtung und bilden die Grundlage für die Gestaltung.

Betreut durch: Prof. Peter Eckart (Praxis)

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Tuuls messer01

Cocina Popular Frankfurt

Karl Becker

Eine mobile Stadtküche für den öffentlichen Raum. Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Verein Über den Tellerrand ermöglicht sie gemeinschaftliches Kochen im Freien. Durch die Verlagerung des Kochens aus dem Privaten in den öffentlichen Raum entstehen neue Begegnungsräume, bei denen der partizipative kommunikative Charakter im Vordergrund steht. Die Cocina Popular kann von anderen Frankfurter Vereinen und Institutionen für jegliche Art der nicht kommerziellen Nutzung ausgeliehen werden. Ein unkonventionelles Angebot, welches darauf abzielt, den Öffentlichen Raum aktiver in Anspruch zu nehmen, ihn neu zu verhandeln.

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In-vitro-Diagnosegerät

Christian Bax

Ein kompaktes in-vitro-Diagnosegerät zur dezentralen medizinischen Versorgung kann für das Wohlergehen vieler Menschen wertvoll sein. Während umfangreiche Analysen von Blutproben aktuell nur in Krankenhäusern oder Laboren und somit in Ballungsräumen möglich sind, holt das Gerät das Labor zum Patienten. Ausgestattet mit modernster Mikrofluidik und Analysetechnik erlaubt es durch seine kompakten Ausmaße den mühelosen Transport und ist so perfekt für den Einsatz in ländlichen Gegenden geeignet. Seine Gestaltung fördert die flexible und intuitive Nutzung.

Betreut durch: Prof. Frank Georg Zebner (Praxis)

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Titel: subtle shadow

Tiantian Xu

Können Schatten hinsichtlich der Emotionen bei der Gestaltung einer besseren Umgebung einen Teil beitragen? Das Konzept stellt die gängige Wahrnehmung von künstlichem Licht in der Büroumgebung zur Leistungssteigerung in Frage und geht auf die individuellen Bedürfnisse am Arbeitsplatz ein.

In der formalen Ausarbeitung sind Form und Material von japanischer Architektur inspiriert.

Betreut durch: Prof. Peter Eckart

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TILT – Dynamisches Fassadenmodul

Constanze Sophie Leuchtmann

Natürliche Organismen können sich verändernden Umweltbedingungen wie etwa Temperaturschwankungen anpassen. Ganz anders sieht das bei modernen Gebäuden aus. 

Die Gebäudehülle bietet jedoch ein großes Potenzial für Regulationsmechanismen zwischen Innen- und Außenraum. TILT soll dazu beitragen, zu einen dynamischen Umgang mit dem Klima zurückzukehren, indem es flexibel auf derartige Entwicklungen der Umgebung eingeht. Statt eine ganzjährige thermische Trägheit durch immer dickere Dämmschichten zu forcieren, bietet es sich in der gemäßigten Zone und insbesondere in urbanen Zentren an, dass das Gebäude zu bestimmten Zeiten unmittelbar auf die klimatischen Veränderungen reagiert. Ermöglicht wird dies durch drei unterschiedlich geformte Lamellen, die in senkrecht montierte Schienen eingehängt werden und die gesamte Fassade bedecken. Durch Drehen werden sie ausgerichtet, wobei sie durch spezielle Querschnitte jeweils unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Zudem beeinflussen sie sowohl das Klima im Gebäudeinneren, als auch das Mikroklima darum.

Betreut durch:

Prof. Peter Eckart (Praxis)

Prod. Dr. Martin Gessmann (Theorie)

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MODY mobile serious game

Niels Siebenborn

Mit dem Serious Game MODY sollen Nutzer_innen angeregt werden, ihr Verkehrsverhalten kennenzulernen und, zugunsten ökologischer und sozialer Aspekte, spielerisch zu beeinflussen; beim täglichen Pendeln wie beim gelegentlichen Verreisen. Weitere Fragestellungen sind, wie eine Modalitätserfassung durch die Anwendung & eine Kontexterfassung durch den User erfolgen kann.

Bestandteile des Spiels sollen unter anderem eine automatische Erkennung der durch den Spieler benutzten Verkehrmodi, ein offenes Spielprinzip, verschiedene Motivationsmechanismen sowie eine soziale Multiplayer-Funktion sein. 

Während des Spielverlaufs trifft der Spieler ortsbasiert auf verschiedene Charaktere. Diese können zu Begleitern des eigenen Avatars werden und verschiedene Aufgaben stellen. So hilft man beispielsweise dem Paketboten bei der Zustellung, findet Teile eines Skateboards für das Skatergirl, plant gemeinsam mit dem Piloten den nächsten Flug oder unterstützt die Wissenschaftlerin bei der Ausarbeitung ihres Forschungsberichtes.

MODY entsteht im Rahmen des LOEWE-Forschungsprojektes in Kooperation des TU Darmstadt Multimedia Communications Lab unter Leitung von Thomas Tregel, M.Sc. und dem Fachbereich Design der HfG Offenbach.

Betreut durch:

Prof. Peter Eckart, Dipl.-Des. Julian Schwarze

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