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1832 Gründung der Offenbacher Handwerkerschule als Privatschule durch den Geometer Georg Fink – aus eigener Initiative, auf eigene Kosten und ohne Unterstützung der Stadt.

1841 Unterstützung der Schule durch den "Verein zur Beförderung des Gewerbewesens" in Darmstadt in Form von Vorlageblättern als Unterrichtsmaterial.

1846 Übernahme der Schule durch den Gewerbeverein. Vertrag mit Fink, der als Lehrer übernommen wird. Die Schule ist als Sonntagsschule organisiert und mit einer Abendschule verbunden. Die Schüler zahlen 30 Kr. Schulgeld jährlich. Ihr Alter liegt durchschnittlich bei 15 Jahren.

1850 Die Stadt Offenbach gibt einen festen Zuschuß von 150 Gulden im Jahr. Damit wird der Bürgermeister beratendes Vorstandsmitglied im Gewerbeverein in Sachen "Handwerkerschule".

1860 Überlegungen des Landesgewerbevereins, Ortsgewerbevereins und der Handelskammer zur Gründung einer städtischen Kunstindustrieschule neben der bestehenden Handwerkerschule. Die Gründung verzögert sich.

1868 Am 8. März kommt es zu der geplanten Gründung der "Kunstindustrieschule", deren Lehrplan vom Landesgewerbeverein und von der Stadt genehmigt wird. Der erste Lehrer ist "Bauaccessist" Müller.

1872 Der Bildhauer Keller übernimmt die Kunstindustrieschule. Gleichzeitig werden Zeichenkurse für Lehrer an öffentlichen Schulen ins Programm aufgenommen.

1875 Die Stadt übernimmt die Schule in eigene Regie, führt aber Verhandlungen mit dem Landesgewerbeverein um einen erhöhten Zuschuß.

1877 Verschmelzung der beiden gewerblichen Bildungsanstalten, der Handwerkerschule und der Kunstindustrieschule, zur "Vereinigten Kunstindustrie- und Handwerkerschule".

1885 Umbenennung in "Kunstgewerbeschule". Die Stadt baut ein neues Schulgebäude am Mathildenplatz. Orts- und Landesgewerbeverein stellen als Grundstock einen Betrag von 40.000 Mark aus dem Überschuß der Landesgewerbeausstellung 1879 zur Verfügung.

1890 Der neue Name der Schule lautet jetzt "Städt. Kunstgewerbe- und gewerbliche Fachschule zu Offenbach a.M.".

1902 Erneute Namensänderung in "Technische Lehranstalten der Stadt Offenbach a.M.". Die Schule gehört zu jenen Bildungsanstalten in Hessen, welche zur Hälfte aus Staatsmitteln unterhalten werden.

1903 Angliederung einer Maschinenbauschule, so dass die Technischen Lehranstalten sich jetzt in: 1. Bauschule, 2. Maschinenbauschule, 3. Kunstgewerbeschule und 4. Handwerkerschule gliedern.

1908 Die hessische Regierung genehmigt, dass die Bauschule den Namen "Baugewerkschule" führen kann.

1910 Beginn der Bauarbeiten für das von Professor Hugo Eberhardt geplante neue Schulgebäude am Isenburger Schloß.

1913 Einweihung und Bezug des Schulgebäudes am Isenburger Schloß.

1914 In dem gerade fertiggestellten Schulkomplex richtet Hugo Eberhardt während des Ersten Weltkrieges die "Werkstätten und Berufsübungslazarett Technische Lehranstalten Offenbach a.M." ein, womit er Verwundeten die Wiedereingliederung ins Berufsleben ermöglichen will. Es bestehen auch Werkstätten für Orthopädiemechaniker, in denen Prothesen konstruiert und erprobt werden.

1928 Durch das Gewerbeschulgesetz vom14. Dezember wird die Stadt Offenbach Trägerin der Schule. Die festangestellten Lehrer werden vom Staat besoldet, die Sachkosten der Anstalt trägt die Stadt.

1934 "Im Rahmen einer planwirtschaftlichen Neuordnung des Fachschulwesens im Rhein-Mainischen-Raum zum Ziele der Zentralisierung desSchulwesens" lösen die Nationalsozialisten die Höhere Bauschule auf, deren Klassen an die Landesbaugewerkschule in Darmstadt verlegt werden.

1937 Die Klassen der Maschinenbauschule kommen ebenfalls nach Darmstadt. Damit sind die Technischen Lehranstalten Offenbach a.M. eine reine Kunstgewerbeschule geworden.

1939 Die Schule erhält den neuen Namen "Meisterschule des Deutschen Handwerks". Der Titel versteht sich im Sinne von Vermittlung "meisterlichen Könnens", also keine Ausbildung von Handwerksmeistern.

1943 Umbenennung in "Meisterschule für das gestaltende Handwerk". Das Schulgebäude wird durch Brandbomben schwer beschädigt.

1945 Am 18. April Einstellung des Unterrichts auf Anordnung der Militärregierung. Am 8. Oktober des gleichen Jahres Anfrage der Großhessischen Staatsregierung, unter welchen Voraussetzungen eine Eröffnung der Meisterschule wieder möglich sei.

1946 Im Juli Wiedereröffnung der Meisterschule. Leiter: Dr.Alexander Battes.

1949 Die Schule nennt sich jetzt "Offenbacher Werkkunstschule".

1954 Henry Gowa wird Leiter der Werkkunstschule.

1964 Dr. Hans Voss wird Schulleiter.

1966 Schuldirektor ist der Architekt Prof. Dieter Döpfner.

1968 Aufhebung des Klassensystems alter Prägung. Eine Gruppe von Dozenten unterrichtet in den drei Abteilungen: Architektur mit Innenarchitektur, Grafik, Produktgestaltung mit Keramik, Leder, Textil und Möbeln. Im Oktober wird ein "Manifest zur Lage der Werkkunstschule" verabschiedet. Die 1965 begonnenen Wiederaufbauarbeiten an dem im Krieg teilweise zerstörten Schulgebäude werden abgeschlossen.

1969 Schulleitung und Kuratorium beschließen eine Satzung für die zu gründende "Hochschule für Gestaltung".

1970 Gründung der "Hochschule für Gestaltung" als Kunsthochschule des Landes Hessen. Sie gliedert sich in die Fachbereiche Architektur, Grafik und Produktgestaltung.

1971 Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Hans Voss wird zum ersten Rektor der HfG Offenbach gewählt.

1974 Der Zeichner Prof. Kurt Steinel wird zum Rektor gewählt.

1976 Für die Fachbereiche Grafik und Produktgestaltung wird eine Diplomprüfungsordnung erlassen.

1980 Durch Erlass des hessischen Kultusministeriums vom 18. August 1980 soll der Fachbereich Architektur zum 30. September 1983 aufgelöst werden.

1982 Neubesetzung der Professorenstellen für Film, Sprache, Bühnenbild und der Stelle eines Lehrers für besondere Aufgaben (Video) im Fachbereich Visuelle Kommunikation. Der Fachbereich Visuelle Kommunikation beschließt die Einführung von Studienschwerpunkten für Grafik, AV-Medien und Bühnenbild/Szenenbild. Ein zweisemestriges Aufbaustudium der Fachbereiche Visuelle Kommunikation und Produktgestaltung wird genehmigt.

1983 Der Fachbereich Produktgestaltung besetzt die neu eingerichtete Stelle für Möbeldesign. Der Fachbereich Architektur wird am 30. September geschlossen.

1986 Im Fachbereich Visuelle Kommunikation wird eine neue Stelle mit einer Professur für Bildhauerei besetzt.

1987 Besetzung einer neuen Professur für Malerei.

1988 Der Fachbereich Visuelle Kommunikation verabschiedet eine neue Studien- und Prüfungsordnung und gliedert sich nun in vier Studienschwerpunkte:
Angewandte Gestaltung, Freie Gestaltung, Audiovisuelle Medien, Bühne.

1990 Der Fachbereich Produktgestaltung besetzt die Professur für konzeptionelle Designstrategien und Farbgestaltung. Am 26. November Beginn der Bauarbeiten für den schon lange geplanten Erweiterungsbau für die Lehrangebote Bühne bzw. Fahrzeugdesign.

1991 Berufung Der österreichische Medienkünstler Richard Kriesche wird zum Professor für elektronische Bilderzeugung berufen.

1994 Gebäude HfG bezieht die ersten Räume im Isenburger Schloss.

1995 Personalie Wolfgang Sprang, Professor für Grafik-Design, wird zum Rektor gewählt.
Berufung Der Frankfurter Künstler Manfred Stumpf übernimmt die Professur für Figürliches Zeichnen.

1996 Berufung Die Stuttgarter Künstlerin Rosalie tritt die Professur für Bühnenbild an.

1997 Personalie Wolfgang Luy, Professor für Bildhauerei, wird zum Rektor der HfG gewählt.
Die HfG veranstaltet zum ersten Mal einen „Rundgang“.

1998 Berufungen Philosoph Burghart Schmidt auf die Professur für Sprache und Ästhetik, der Offenbacher Künstler Heiner Blum auf die Professur für Gestaltungsgrundlagen und Experimentelle Raumkonzepte

2000 Berufungen Der Hamburger Multimediakünstler Bernd Kracke, bisher Professor an der Hochschule für Medien Köln, auf die Professur für Elektronische Medien, der Düsseldorfer Grafik-Designer Klaus Hesse zum Professor für Konzeptionelles Gestalten, der Frankfurter Designer Peter Eckart auf die Professur für Produktgestaltung
Das Hessische Kunsthochschulgesetz wird durch ein für alle Hochschulformen geltendes einheitliches Hessisches Hochschulgesetz (HHG) abgelöst. Die HfG hat nun die Möglichkeit, als Präsidenten einen auswärtigen Fachmann zu berufen.
Personalie Der Konvent wählt den Juristen Frank Mußmann zum ersten Präsidenten der Hochschule.

2001 Gebäude Im Juli des Jahres werden die Arbeiten für den Erweiterungsbau des Hauptgebäudes, den Westflügel, begonnen.

2002 Gebäude Richtfest Westflügel am 7. Februar. Im März wird das 1. OG im Isenburger Schloß fertiggestellt. Prof. Heiner Blum zieht ein mit dem Bereich "Experimentelle Raumgestaltung".

2005 Nachruf Kurt Steinel, ehemaliger Rektor und Professor der HfG, verstirbt am 10. September im Alter von 76 Jahren.
Berufung Zum Wintersemester 2005/2006 wird im Fachbereich Produktgestaltung für die Studienschwerpunkte Visualisierung und Materialisierung Professor Achim Menges berufen.

2006 Gebäude Der ostpol° in der Hermann-Steinhäuser-Straße eröffnet. Dort stehen Appartements für Studierende zur Verfügung sowie Lehrräume.
Berufungen Zum Sommersemester wird Dr. Martina Heßler auf die Professur Kultur und Technikgeschichte im Fachbereich Produktgestaltung berufen, Dr. Christian Janecke wird zum Professor für Kunstgeschichte im Fachbereich Visuelle Kommunikation berufen.
Personalien Adam Jankowski, Professor für Malerei, wird zum Dekan des Fachbereichs Visuelle Kommunikation gewählt. Bernd Kracke, Professor für Elektronische Medien, wird am 15. September zum neuen Präsidenten der HfG gewählt.
Gründung Das Institut für technologieorientierte Designinnovation (ITD) des Fachbereichs Produktgestaltung wird gegründet.

2007 Gebäude Die Sanierungsarbeiten an der Außenfassade und in den Schlosskapellen des Isenburger Schlosses beginnen.
Geburtstag 175 Jahre – die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach feiert Geburtstag unter dem Motto »Gestalte/Create - Design Medien Kunst«. Der 10. HfG-Rundgang vom 4. bis zum 8. Juli steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Zeitgleich eröffnet die Alumni-Ausstellung »Gestalte Create« (5. Juli bis 26. August 2007) im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt. Zudem erscheint eine Publikation, die Festschrift »Gestalte Create«.
Personalien Peter Eckart, Professor für Produktdesign/Integrierendes Design, wird zum Dekan des Fachbereichs Produktgestaltung gewählt.
Berufungen Die Hamburger Künstlerin Mariola Brillowska wird zum Beginn des Wintersemester auf die Professur für Freies Zeichnen und Illustration berufen. Der Künstler Atak (alias Georg Barber) wird im Rahmen der Heinz und Gisela Friederichs Stiftungsprofessur zum Professor für Illustration benannt.
Gründung Am 15. Oktober wird die hessische Film- und Medienakademie unter Federführung der HfG gegründet. Die Netzwerkinitiative hat zudem ihren Sitz an der HfG Offenbach.
Studiengebühren Zum Wintersemester werden an Hessens Hochschulen erstmals Studiengebühren eingeführt.

2008 Berufungen Der Künstler Martin Liebscher wird zum Professor für Fotografie berufen. Frank Zebner folgt dem Ruf zum Professor für Technische Produkte und Produktsysteme im Fachbereich Produktgestaltung.
Studiengebühren Zum Wintersemester werden die ein Jahr zuvor eingeführten Studiengebühren wieder abgeschafft. An deren Stelle treten durch das Hessische Ministerium subventionierte QSL-Mittel (Mittel zur Verbesserung der Lehrqualität).

2009 Die HfG eröffnet mit Satellit Berlin in der Hauptstadt eine Galerie mit separater Wohneinheit, in der wechselnde Ausstellungen von Studierenden der Hochschule stattfinden.

2010 Promotion Ab dem 1. April bietet die HfG Graduierten aus den Bereichen Kunst, Design, Medien oder den darauf bezogenen Wissenschaften die Möglichkeit, nach einem die Wissenschaft mit Kunst bzw. Gestaltung verschränkenden Modell zum Dr. phil. zu promovieren.
Audit Die HfG wird mit dem »Audit familiengerechte Hochschule« zertifiziert.
Nachruf Richard Fischer, langjähriger Professor im Fachbereich Produktgestaltung, verstirbt am 28. Februar.
Berufungen Sascha Lobe zum Professor für Typografie, Dr. Marc Ries zum Professor für Soziologie/Theorie der Medien und Alexander Oppermann zum Friederichs-Stiftungsprofessor Interactive Design/Motion Design im Fachbereich Visuelle Kommunikation; im Fachbereich Produktgestaltung Dr. Markus Holzbach zum Professor für Materialisierung und Visualisierung. Fachbereichsübergreifend wird der Urbanist Kai Vöckler zum Stiftungsprofessor für Kreativität im urbanen Kontext berufen.
Personalien Prof. Frank Zebner wird zum Dekan des Fachbereichs Produktgestaltung gewählt.
Gebäude Die Hochschule mietet für die Grundlehre des Fachbereichs Produktgestaltung das an den Campus grenzende Katharina von Bora Haus der ev. Stadtgemeinde mit circa 200 Quadratemetern an.
Jubiläum Am 15. September 1970 wurde die HfG in eine Kunsthochschule des Landes Hessen umgewandelt. Unter dem Motto »HfG XL 40 Jahre Hochschule für Gestaltung Offenbach« feiert die HfG Geburtstag.

2011 Hochschulrat Am 4. April konstituiert sich für die kommenden vier Jahre der neue Hochschulrat der HfG. Ihm gehören zehn Mitglieder aus dem Bereich der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kunst an.
Deutschlandstipendien Zum Sommersemester werden die Deutschlandstipendien eingeführt. Der Förderbetrag von 300 Euro monatlich wird je zur Hälfte vom Bund und von privaten Stiftern finanziert.
Berufungen Zum Sommersemester: Dipl. Phys. Werner W. Lorke zum Professor für neue Materialien und Technologie im Fachbereich Produktgestaltung; zum Wintersemester: Eike Köng zum Professor für Illustration/Grafik Design und Dr. Juliane Rebentisch zur Professorin für Philosophie/Ästhetik im Fachbereich Visuelle Kommunikation; Dr. Martin Gessmann zum Professor für Kultur- und Techniktheorien im Fachbereich Produktgestaltung.
Personalien Prof. Peter Eckart (FB Produktgestaltung) und Prof. Dr. Marc Ries (FB Visuelle Kommunikation) werden am 24. März zu den neuen Vizepräsidenten der HfG gewählt. Am 6. April wird Prof. Klaus Hesse zum neuen Dekan des Fachbereichs Visuelle Kommunikation gewählt.
Gebäude Mit Beginn des Sommersemesters 2011 nutzt die Hochschule - zusätzlich zum Hauptcampus in der Schlossstraße - Räumlichkeiten in der Geleitsstraße 103. Auf 2500 Quadratmetern sind Lehrgebiete des Fachbereichs Visuelle Kommunikation sowei das Institut für technologieorientierte Designinnovation (ITD) untergebracht.
Cafeteria Zum Wintersemester eröffnet im Erdgeschoss des Westflügels die erste professionell betriebene Cafeteria für die Essensversorgung der HfG. Betreiber ist das Studentenwerk Frankfurt am Main.