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R 0.2.2

Gemäß den vier promotionsrelevanten Theoriefächern des Fachbereichs Visuelle Kommunikation (VK):

- Kunstgeschichte
- Philosophie und Ästhetik
- Soziologie-/Theorie der Medien
- Wahrnehmungstheorie

deckt der Sammelbegriff ‘Kunst- und Medienwissenschaften’ verschiedene Möglichkeiten ab. So kann sich der wissenschaftliche Anteil der Dissertation sowohl auf Gegenstandsbereiche und Methoden bloß eines der genannten Fächer konzentrieren (vgl. dazu die Darstellung dieser Fächer) , als auch auf diverse Kombinationsmöglichkeiten dieser Fächer untereinander oder auch mit einem der beiden Theoriefächer des Fachbereichs Produktgestaltung (PG) beziehen.
In Entsprechung sowohl zum Kontext einer Kunsthochschule als auch zur besonderen Verflechtung von Theorie und künstlerisch-gestalterischer Praxis nach dem Offenbacher Modell liegt aber in jedem Falle der Schwerpunkt in Moderne bis Gegenwart, wobei das Spektrum der beteiligten Fächer systematische und disziplinenübergreifende Fragestellungen nahe legt. Darüber hinaus korrespondieren die Gegenstandsbereiche der Forschungen im Zuge der jeweils geforderten Anbindung an eines der künstlerisch-gestalterischen Fächer des Fachbereiches VK auch tendenziell den in diesen Fächern in Offenbach gelehrten Spielarten der Künste und Medien.
‘Kunst- und Medienwissenschaften’ fragen nach Gründen und Motiven der jüngeren Entwicklung von Kunst- und Medienproduktion, nach deren Typologien und den an sie gekoppelten Umgangsweisen, nach gesellschaftlichen Funktionen, Bedingtheiten bzw. Rückwirkungen der jüngeren Künste und Medien, sowie nach Weisen ihrer Wahrnehmung in sowohl physiologisch-psychologischer, als auch kulturtheoretisch-philosophischer Hinsicht. Überschneidungen zwischen freiem Kunstschaffen und angewandter Gestaltung können untersucht werden.
Das spezifische Ineinander von Theorie und Gestaltung nach dem Offenbacher Modell kann auch Übergänge von bloß analytischer Trenderfassung hin zum Initiieren und Mitwirken an zukunftsträchtigen Entwicklungen mit einschließen – etwa im Rahmen gestalterischen Experimentierens.