Die in diesem Buch dokumentierte Ausstellung ist Teil einer zweisemestrigen Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel.
Grundlage war ein Theorie-Seminar des Soziologen
Dr. Fritz Reusswig vom
„Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“, PIK; dargestellt wurden sowohl wissenschaftliche Modelle und gesicherte Daten als auch die Kommunikation der Thematik in der Öffentlichkeit, soziale und gesellschaftliche Milieus und ihr Konsumverhalten sowie die zeitliche Dimension des Klimawandels
(dowload zum Seminar-Arbeitsmaterial). Im Anschluss daran entstanden erste Ideen und gestalterische Konzepte, die sich dem Thema Nachhaltigkeit
vor allem im Bereich des alltäglichen Lebens widmeten.
Gestaltung kann in diesem Zusammenhang einen wesentlichen Beitrag leisten, und zwar nicht nur durch konkrete Entwürfe, die Verhaltensänderungen unterstützen oder andere systemische Bezüge herstellen, sondern auch durch die Veranschaulichung der Problematik und eine verbesserte Kommunikation. Das hier vorgestellte Pilotprojekt ist sehr erfolgreich verlaufen und wird zukünftig im Fachbereich fortgeführt.
Der Gedanke ist, einen Zyklus aus dem eher theoretisch orientierten Ökologieseminar“ und der eher praktisch orientierten Projektarbeit zu bilden, um gemeinsam relevante Projekte im Bereich „Nachhaltigkeit“ zu generieren.
Bei diesem ersten, an das Ökologiesemiar anknüpfenden Gestaltungsprojekt ging es um „verstehen“ und „kommunizieren“:
Erkenntnisse sollten gefestigt, gewonnene Daten zusammen getragen und erweitert werden, um daraus eine Ausstellung zu konzipieren und zu gestalten, die Motivation, Orientierungshilfe und Grundlage für zukünftige Projekte bietet und im Rahmen der HfG-Rundgang-Ausstellung konnte unmittelbar überprüft werden, ob der Versuch einer anschaulichen Vermittlung komplexer Daten zur Klimaproblematik auch geglückt ist. Bearbeitet wurden 4 Themenbereiche: CO2-Ausstoß, Wohnen, Ernährung
und Verkehr. Die Visualisierung der Daten in anschaulichen und prägnanten Installationen bildete den Schwerpunkt des gestalterischen Projekts. Integriert in Form von Wegweisern und einer Karteikasten-Installation wurden die inhaltlichen Beiträge des vorangegangenen Theorieseminars.
Ausblick: plakative Fragen und Anregungen für die weitere Auseinandersetzung finden sich in einer zentralen, eher typografischen Installation auf der großen Fensterscheibe im Raum.