Ernst Mach: Die Analyse der Empfindungen und das Verhältnis der Physischen zum Psychischen, 1886
Der Apparat als Werk
Kongress zu fotografierenden Apparaten an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. In Zusammenarbeit mit der Städelschule und
RAY 2012
am 16. Mai 2012, ab 10.30 Uhr, in die linke Schlosskapelle.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Es steht ein Photoautomat bereit.
Ausstellung von Studierenden der Klasse Liebscher im Fotosaal, 2 OG Isenburger Schloss
mit freundlicher Unterstützung von Art Collection Deutsche Börse
Die Kamera kann sich nicht selbst wahrnehmen. Bei aller Fähigkeit der Aufzeichnung, bleibt der Fotoapparat in seinen eigenen Bildern grundsätzlich unsichtbar: Die sehende Maschine, die sich selbst nicht sehen kann. So wie wir unseren eigenen Körper nur in Teilen oder bloß in der Reflexion eines Spiegels oder Fotos in der Gänze wahrnehmen können, bleibt auch der Kamera die Sicht auf sich selbst verwehrt. Diese „Blindheit“ des immer nur von Innen nach Außen sehenden Apparats kann nur in der Projektion geheilt werden. Im Betrachten des Bildes unseres Körpers tritt unser Auge anstelle des schwarzen Lochs der Linse, auf unserer Netzhaut erscheint das Echo dessen, was die Kamera einmal sah.
Einige Künstler richten ihren Focus auf den Apparat selbst und schlachten die industriell hergestellten Maschine und ihre zentralperspektivischen Doktrin. Sie manipulieren den Sehapparat, weiten ihn aus, malträtieren ihn mit Hammer und Lötkolben oder bauen selbst Apparate aus Dosen, Schildkröten oder Häusern und transformieren so die Maschine selbst zum Werk.
RAY 2012 ist eine Kooperation von Art Collection Deutsche Börse, Darmstädter Tage der Fotografie, DZ BANK Kunstsammlung, Fotografie Forum Frankfurt, Frankfurter Kunstverein, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und Städel Museum.