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Das „Appenzell-Phantasma” - Der öffentliche Raum als Wunsch und Wirklichkeit
Vortrag von Prof. Kai Vöckler
im Rahmen der Veranstaltung UNIVERSAL XQM
Freitag, 15. April 2011
19.30 Uhr
Römer9 - Evangelische Stadtakademie
Frankfurt am Main
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Das „Appenzell-Phantasma”: Die Gemeinschaft versammelt sich auf dem Marktplatz und stimmt über das Zusammenleben ab. In Appenzell (Schweiz) stimmen sie wirklich noch per Hand ab – die Frauen nicht, da sie nicht mit auf den Marktplatz passen. Ein klassischer Planungsfehler: Man hätte schon vor tausend Jahren bedenken können, dass die Frauen irgendwann einmal mitbestimmen wollen. Dahinter steckt eine Gemeinschaftsidee, das Konzept der Agora, dieses „wir verständigen uns gemeinsam im öffentlichen Raum über unsere Zukunft”. Das findet heute nicht mehr auf dem Marktplatz, sondern im Fernsehen statt. Es gibt unterschiedliche Formen von Öffentlichkeiten, in denen gesellschaftliche Kommunikation stattfindet. Auch über Bauwerke und Stadtplätze stellen sich Öffentlichkeiten ein, aber sie formulieren sich viel stärker prozessual. DER öffentliche Raum ist die idealisierte Form von öffentlichem Raum, der so noch nie existiert hat. Den für alle frei zugänglichen Raum gibt es nicht als öffentlichen Raum, sondern nur als Nicht-Raum.

Kai Vöckler ist Professor für Kreativität im urbanen Kontext an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach am Main.