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R 0.2.2

Elke Mark (FB VK)
Welche Spuren hinterlässt der Umgang mit digitalen Medien im Individuum?

EINGESCHRIEBEN - Mediale Ablagerungen?

Im Mittelpunkt dieser Künstler-Promotion steht die Untersuchung des Stellenwertes von Haptik und Taktilität in der Weiterentwicklung digitaler Medien. Der Bezug zum menschlichen Körper, als „haptischen Leib“ verstanden, ist dabei Ausgangspunkt der Forschungsarbeit.
Die Grenze der visualisierten Auswertung von Datenmassen ist heute Anlass, die taktil-haptische Wahrnehmung gegenüber der visuell-akustischen aufzuwerten. Touchscreens und die Einführung der Tablet-Computer lassen eine Tendenz zu vermehrter leiblicher Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien vermuten. Im Kontrast zur Dematerialisierung, Virtualisierung und Entkörperung in digitalen Datenstrukturen zeugen Spuren von einer Anwesenheit und nehmen einen Rückbezug zur „dinglichen Welt“ vor.
Das praktische Projekt „Der Händedruck” greift das existentielle Bedürfnis des menschlichen Wesens nach taktiler Kontaktaufnahme auf und ist im Spannungsfeld von Traditionen und sich wandelnder Anpassung verortet. Die Hand als Kommunikations- und Handlungsorgan bildet die Grundlage des künstlerischen Arbeitens. Essentiell ist dabei die haptische Kontaktaufnahme, sind doch beim Händedruck beide Interaktionspartner Berührende und Berührte in einem.
Mittels Ansätzen der Performance Art soll mit Blick auf Leiblichkeit und Vergegenwärtigung Spuren von Taktilität und den Einflüssen der Medien auf die Nutzer nachgegangen und der Versuch der Entwicklung einer leibliche und digitale Taktilität vergleichenden künstlerischen „Praxis-Sprache“ unternommen werden.


Elke Mark (FB VK)
Which traces are left in the individual through the use of digital media?

ENROLLED - Medial deposits?

The focus of this artist promotion is the investigation of the significance of touch and tactility in the development of digital media. The reference to the human body, being understood as a "haptic body", is the initial point of the research.
The boundary of the visualized data analysis masses is motive today to enhance the tactile and haptic perception compared with the visual-acoustic. Touch screens and the introduction of the tablet computer can be a tendency to increased bodily experience in dealing with digital media. In contrast to dematerialisation, virtualization and disembodiment in digital data structures traces are present and take a back reference to the 'real world ".
The practical project "The Handshake" draws on the existential need of the human being towards tactile contact and is located in tension between tradition and changing adjustment. The hand as a communication and action organ is the basis of artistic work. Essential here is the tactile contact when handshaking is bringing both interaction partners as touched and touching in one.
Using approaches of performance art with a view on bodily issues and representation traces of tactility and influences of the media to the user will be explored as well as undertaking the attempt to develop a physical and digital tactile comparative artistic "language practice".

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Sandra Groll (FB PG)
Die Ästhetik des Seriellen. Designtheoretische Untersuchung zur gesellschaftlichen Funktion der Gestaltung.

Serielle Ästhetik? - Zur kulturellen Funktion von Gestaltung

Gestaltung ist immer auch Gestaltung von Gesellschaft.
Als Formgebung modelliert sie die Objekt der Lebenswelt, als wahrgenommene Erscheinung das visuelle Selbstverständnis der Gesellschaft und bleibt dennoch gänzlich begründet in den Strukturen der jeweiligen Gesellschaft. Genau dieses spannende Verhältnis gilt es angemessen zu beschreiben.
Die kulturell relevante Seite von Gestaltung ist nicht nur in einer fortschreitenden Verbesserung einzelner Artefakte zu begreifen, zum Wohle des Konsumenten oder Produzenten, sondern ebenso sehr in ihrer Funktion für das Gelingen von Kommunikation innerhalb einer Gesellschaft. Gestaltung denken muss folglich heißen, diese nicht mehr nur von der Formgebung, der Produktion, dem Konsumentenwunsch oder dem Marktanforderungen her zu begreifen, sondern sie vielmehr von der Evolution einer sie bedingenden Gesellschaft her zu denken.
Designtheorie sollte in der Lage sein gesellschaftliche Grundbedingungen ebenso wie disziplininterne Einzelphänomene in ein kohärenten Zusammenhang zustellen und Erklärungsmodelle zu liefern. Als gesellschaftliches Phänomen unter andern, ist auch Gestaltung als Disziplin, Berufsbild und Versprechen nicht in einem kulturell leeren Umfeld entstanden, sondern bedingt durch gesellschaftliche Entwicklungen, in denen ihre spezifische kulturelle Funktion ausdifferenziert wird.
Diese Funktion, so die These, ist nicht allein in der konkreten Formgebung oder Bereitstellung und Diskurs verschiedenster Gestaltungsprinzipien oder ästhetischen Verführungsmotiven zu sehen, sondern begründet diese kulturelle Funktion erst in ihrer thematischen, zeitlichen und praktischen Ausrichtung vor dem Hintergrund der Anforderung verschiedenster Interpenetrationsverhältnisse der sozialer Systeme. Diese Überlegungen sollen jedoch in keiner Weise zu dem Schluss führen, dass die klassischen Fragen und Themen der Gestaltung in der theoretischen Auseinandersetzung irrelevant werden, viel mehr müssen sie vor dem Hintergrund einer Theorie der sozialen Systeme neu beansprucht werden.
Die zugrunde liegende Annahme geht davon aus, dass Design zum einen als ein gesellschaftliches Funktionssystem mit spezifischen Prozessen, Diskursen und Operationsweisen beschrieben werden kann, zum anderen als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium. Die Evolution und Zukunft dieses Systems ist nur vor dem Hintergrund der Evolution des es bedingenden Gesellschaftssystem zu verstehen.
Als theoretischer Bezugsrahmen der Betrachtung wird folglich die Theorie der sozialen Systeme dienen.
Die komplexen Erscheinungsweisen von Gestaltung verweisen auf einen Gegenstand, dessen unscharfe Ränder diesen nur schwer fassbar machen. Es wird zu unterscheiden sein, welche dieser Phänomene zu dem Subsystem Design zählen und welche dieser Phänomene der Funktionsweise von Design als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium zu zurechnen sind.
Im Anschluss an die theoretische Analyse soll anhand eines im Promotionsvorhabens noch zu entwickelnden praktischen Bezugsrahmen die Möglichkeit diskutiert werden die Ergebnisse für einen erweiterten Gestaltungsbegriff fruchtbar zu machen.


Sandra Groll (FB PG)
The aesthetics of the serial. Theoretical design study on the social function of design.

Serial aesthetics? - The cultural function of design

Design is always also a design of community.
As design shapes the object models of the living world, visual appearance as perceived self-understanding of society still remains completely justified in the structures of the particular society. This relationship is exciting to describe adequately.
The culturally relevant aspect of design is to understand it not only in a progressive improvement of individual artifacts, for the benefit of consumers or producers, but also very much in its capacity for successful communication within a society. Thinking design must therefore mean not longer only understanding design as production, consumer request or market demand, but to rather think of the conditioning evolution of society.
Design theory should be able to identify basic social conditions as well as internal discipline individual phenomena and put them into a coherent context and provide explanatory models. As a social phenomenon among others, design is also a discipline, profession and promise, which was not created in a culturally empty environment but due to developments in society, in which their specific cultural function is differentiated.
This function, according to the thesis, is to look not only at the specific design or availability, discourse of various design principles and aesthetic seduction motives, but originates this cultural function initially in their thematic, temporal and practical orientation in light of the requirement of various inter-penetration relationships of social systems. These considerations, however, do not in any way tend to the conclusion that the classic questions and themes of design are irrelevant in the theoretical discussion, much more must they be re-claimed in the context of a theory of social systems.
The underlying assumption supposes that design can be described as a social function for a system with specific processes, discourses and modes of operation on the one hand, as well as symbolically generalized medium of communication on the other hand. The evolution and the future of this system can only be understood with the background of the evolution´s social system that it determines.
As a theoretical framework of analysis the theory of social systems is therefore attended.
The complex manifestations of design refer to an object whose jagged edges make it not easily to be understood.
It will be to distinguish which of these phenomena include the subsystem design and which are attributed to this phenomenon of how design is a symbolically generalized medium of communication.
After discussing the theoretical analysis, the practical reference will be developed in the doctoral project by discussing the possibility of making the results fruitful for an advanced design concept.

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Nico Reinhardt (FB PG)
Untersuchung eines Entwurfsprozesses unter Nutzung materialintrinsischer Effekte als Entwurfsstrategie in der Produktgestaltung am Beispiel von elastischen Formgebungssystemen.

Die Rolle des Materials im Gestaltungsprozess
Vom Material zum Gebrauch


Wenn man die Entwurfspraktiken in der Produktgestaltung unter dem Aspekt der Materialien näher betrachtet, so lässt sich feststellen, dass man dem Stofflichen zwar eine große Bedeutung in der Produktentwicklung beimisst, dennoch werden Materialien postwirkend einer Form untergeordnet. Zuweilen sind Gestaltungsprozesse produktorientiert, stehen dabei diametral der wachsenden Bedeutung neuer wie tradierter Materialien und Verarbeitungsmethoden gegenüber. Was bedeutet es nun in der Produktgestaltung für den Entwurfsprozess, wenn das Material der Auslöser der Kreativhandlung ist und sich eine direkte Auswirkung auf die Formen ergibt, aus der sich schließlich eine Vielzahl von Produkten ableiten lassen? Dieser Frage wird mit dem Promotionsprojekt nachgegangen, denn es soll gezeigt werden, wie Entwurfsprozesse prinzipiell vom Material ausgehend initiiert werden können. Die gezielte, intensive Auseinandersetzung des Gestalters mit Materialien liefert dabei die Kenntnisse für die Gestaltung von Formen, Funktionen und den Gebrauch. Materialien, so die These, bilden das Motiv für die Entwicklung und Gestaltung neuer Produkte. Für diese Forderung spricht auch ein designgeschichtlicher Rückblick innerhalb der Produktgestaltung, welcher sich von der Gründung des Deutschen Werkbunds, über das Bauhaus bis zur HfG Ulm nachvollziehen lässt. Hierbei wird deutlich, dass eine nachhaltige Auswirkung auf die Form, Funktion und Ästhetik von Produkten vorliegt, wenn der Gestaltungsprozess durch die Auseinandersetzung mit Materialien wie Stahl, Glas, Biegeholz, Beton, Kunststoff und den jeweiligen Bearbeitungsverfahren geprägt ist. Substantielle Begriffe wie „Materialgerechtigkeit“, „echte Materialien“ oder „herstellungsgerechtes Entwerfen“, sind noch immer Zeugen des Material-Form-Zweck Diskurses innerhalb der kreativen Disziplinen des 19. und frühen 20. Jh. Einst als Qualitätssiegel für höchste Entwurfsleistung industriell produzierter Serienprodukte gelten die Begriffe nunmehr als überwunden. Dennoch besitzen Materialien weiterhin ein ungebrochenes „Verführungspotential“ auf die kreativ Wirtschaftenden. Dies lässt sich sowohl bei neuen Materialien mit komplexen Eigenschaften feststellen, wie auch bei tradierten Werkstoffen. Aus dieser Beobachtung heraus ergibt sich eine Grundlage, erneut über ein „materialorientiertes Entwerfen“ nachzudenken, um daraus Lösungsansätze für die Formgestaltung zu formulieren. An der Schnittstelle von Material und Design lässt sich der Formgebungsprozess sowohl designtheoretisch als auch gestalterisch ästhetisch, technologisch und werkstofflich nachhaltig essentiell untersuchen. Mit dieser Promotionsarbeit wird das Ziel verfolgt, Wege einer nachhaltigen Designstrategie aufzuzeigen, wonach das verwendete Materialsystem als untrennbarer Bestandteil den gesamten Gestaltungszykluss beeinflusst.


Nico Reinhardt (FB PG)
Investigation of a design process using material-internal effects as a draft strategy in product design using the example of elastic form giving systems.

The role of the material in the design process
From the material to its usage


If you look at the design practices in product design in terms of materials closer, it can be said that the material attaches great importance to product development, but materials are also still subordinated to a form or shape. At times design processes are product-oriented, in doing so diametrically opposed to the growing importance of new materials and processing methods. What does it mean in product design for the design process itself when the material is the cause of the creative act and has a direct impact on the results in the form from which a variety of products can eventually be derived from? This question is considered with the PhD project, as it is to show how design processes can be initiated principally based on the material. The targeted, intensive examination of the designer with materials provide the knowledge for the forms of design, their functions and use. Materials, so the thesis, are motive for the development and design of new products. For this requirement, a review of the design history within product design is relevant, reconstructed in consideration of the foundation of the German Werkbund to Bauhaus to the HFG Ulm. This shows that there is a sustained impact on the form, function and aesthetics of products, if the design process is characterized by the confrontation with materials such as steel, glass, bending wood, concrete, plastic, and the respective processing procedures. Substantive terms such as "material justice", "real materials" or "production-oriented design", are still witnesses of the material form-purpose discourse within the creative disciplines of the 19th and early 20 Century. Formerly as a quality seal for high design performance, industrially produced series products, the terms are now overcome. However, materials have continued an unbroken "seduction potential" on the creative economy developers. This can both be identified in new materials with complex properties, as well as in traditional materials. From this observation-point evolves a basis to rescan a "material-oriented design", in order to formulate solutions for the mold design. At the interface of material and design, the molding process can be investigated both theoretically and creatively, as aesthetically, technologically and mechanically in order to analyze this process. With this PhD, the aim is to identify ways to sustainable design strategy in which the material is used as an integral part of the system affecting the entire design-cycle..

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Jennifer Nastanovich (FB VK)
Motiv des Anfangs im Bereich des Films und der Bildenden Kunst innerhalb philosophischer Areale

Many points of entry. Anfang als Prozess

Fasst man den Begriff Anfang als Erwartung, als utopischen Antrieb, unterstellt man dem Anfang eine aktive Potentialität.
Der Anfang als bewegende Kraft steuert ein Kippmoment innerhalb einer Wende von einem Zustand des Nicht-Mehr zu einem des Noch-Nicht (Ernst Bloch).
Anfang als Setzung des absolut Anderen, radikal Neuen unter der Voraussetzung der Nichtung des Alten – apokalyptische Areale, bestückt mit einer dialektischen Figur, angesiedelt zwischen Destruktion und Konstruktion, Demontage und Montage.
Wird nicht auch ein jeder Ursprung, eingebunden in ein Ursprungsgeschehen (Jacques Derrida), immer wieder von neuem konstruiert, re-konstruiert und braucht den Jetzt-Moment zur Vervollständigung?
Die insignifikante Welt des Noch-Nicht-Wissens scheint auf jedes Novum angewiesen. Fragmente „triggern“ Denkprozesse – Anstoß und Wurf. Anfänge greifen um sich und modellieren die als statisch wirkenden Erkenntnisse und Errungenschaften.


Jennifer Nastanovich (FB VK)
Motif of "the opening" in the radius of film and visual arts within philosophical areas

Many points of entry. Beginning as in process

Summing up the term "beginning" as an expectation, as utopian impulse, the beginning is assumed as potentially active.
The initial motive force as a tilting-movement triggers a turning point inside a state of a "no-more" towards a "not-yet" (Ernst Bloch).
Beginning as a set of the absolutely other, radically new under the condition of the nihilation of the ancient - apocalyptic areas, equipped with a dialectical figure, somewhere situated between destruction and construction, dismantling and assembly.
Is not every genesis, embedded in an original action event (Jacques Derrida), constructed again and again as re-designed, in need of the present moment in order to complete?
The insignificant world of not-yet-knowledge seems to depend on each new feature. Fragments "trigger" thought processes - impulse and throw. Beginnings are reaching out and shaping seemingly static knowledge and achievements.

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Marco Ludwig (FB VK)
Ästhetische Prinzipien im Umgang mit künstlichem Licht - erläutert an Fallbeispielen: die spektakuläre Lichtinszenierung Luminale im Kontrast zum Projekt einer kontemplativen Musik-Lichtinszenierung.

Licht

Design, dessen primäre Aufgabenstellung nicht allein als Ent-wicklung von rein ästhetischen Formen mit anthropozentrischen
und ökonomischen Foki beschrieben werden kann, erfüllt hier durch die Leistung von spezifischen Komplexitätsreduktionen eine vermittelnde Funktion zwischen sozialen Systemen, Organisationen, Interaktionssystemen und Akteuren.
Die Praxis der Gestaltung hat es somit mit einer Festlegung des Sinns und der "richtigen" Form zu tun.
Die Kulturhistorie des Lichts als Teil der allgemeinen Geschichte der Wahrnehmung erfährt ihren wohl größten Einschnitt durch die Erfindung des gaserzeugten und später elektrisch generierten Lichts. Dieser Einschnitt markiert den entscheidenden Wendepunkt in der gemeinsamen Geschichte von Licht und Bewusstsein, insofern hier der alte mystische Zauber des Lichts zurückgedrängt wird zugunsten einer Apotheose des menschen-gemachten Kunstlichtes, wie es etwa die spektakulären Erscheinungsweisen modernen Lichtdesigns im metropolitanen Kontext wohl am augenfälligsten erfahrbar werden lassen.
Diesen licht-kulturtechnischen Wendepunkt näher zu erläutern und von ihm ausgehende Entwicklungslinien der Säkularisierung und Profanisierung des Lichts nachzuzeichnen, sind die wesentlichen Forschungsfragen meiner Arbeit.

(weitere Erläuterungen zum Promotionsthema von Marco Ludwig sind auf der HfG-Seite unter "Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Angaben zu Marco Ludwig" einzusehen)


Marco Ludwig (FB VK)
Aesthetic principles in dealing with artificial light - illustrated by case studies: the spectacular light show "Luminale" in contrast to the project of a contemplative music and light orchestration.

light

Design, whose primary mission can not only be described as a development of purely aesthetic forms with anthropocentric
and economic foci, fulfills here by the performance of specific complexity reduction a mediating role between social systems, organizations, actors and interaction systems.
The practice of design therefore has to do with a determination of the meaning and the "correct" form.
The Cultural History of Light as part of the general history of perception finds its probably largest turning point in the invention of the gas produced and later electrically generated light. This incision marks the decisive turning point in the common history of light and consciousness, so far as here, the old mystical magic of the light is suppressed in favor of an apotheosis of man-made artificial light, as it can be read in the spectacular manifestations of modern lighting design in the metropolitan context - probably the most striking experience.
Researching this light-cultural technical turning point to further detail and underlining the development of his outgoing development direction of secularization and profanation trace of light are the main research observations of my work.

(more explanations about the promotion of Marco Ludwig is to view on the HfG page under "Research Assistant / Data on Marco Ludwig")

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Tania Ost (FB VK)

Langzeitprojekte in der Porträtfotografie

Langzeitprojekte begleiten über einen langen Zeitraum ein Sujet – wobei die Länge des Zeitraums in Relation zum gestellten Motiv definiert werden muss. Im Vergleich zu anderen Projekten, die
ebenfalls lange Zeit in Anspruch nehmen, wird hier die verstrichene Zeit selbst zum Thema. Mein Interesse gilt der Porträtfotografie und der Frage, ob es bei Langzeitprojekten um Identität geht.
Dabei werden kunstgeschichtliche und soziologische Aspekte in die Untersuchung einfließen.
Langzeitprojekte in der Porträtfotografie bewegen sich zwischen Authentizität und Inszenierung: Je nach Intention wählt der Fotograf zunächst ein rigides Konzept oder lässt ein offenes Ergebnis zu.
Ob nun der Fotograf mit der Zeit dem Menschen näherkommt oder die Medienfähigkeit des Porträtierten wächst, der Gesichtsausdruck schwankt immer zwischen Natürlichkeit und Pose.
Der Betrachter wiederum sucht innerhalb der Reihe nach Veränderungen oder nach dem Gleichbleibenden im Wandel und entwickelt – ausgehend von den einzelnen Momentaufnahmen,
der implizierten Zeit und der eigenen Lebenserfahrung – eine dazwischenliegende Erzählung.
Eine Besonderheit der Langzeitprojekte in der Porträtfotografie liegt darin, dass Bildbände die eigentlichen Werke darstellen:
Das Blättern dauert – gemessen an den vielen Jahren, die dem Sujet inhärent sind – nur einen Augenblick. Vermehrt lichten die Fotografen zudem Familie und Freunde ab – denn Familienmitglieder sind meist allzeit verfügbar, während andere Modelle eine feste Verabredung voraussetzen. Damit drängt sich auch die Frage auf, inwiefern sich diese Bände von Familienalben unterscheiden.


Tania Ost (FB VK)

Long-term projects in portrait photography

Long-term projects accompany a subject for a long time - whereat the length of the period must be in relation to the defined subject. Compared to other projects of length, the elapsed time itself becomes the subject. My interest is the portraiture, and the question if long-term projects concern identity.
Art-historical and sociological aspects will influence the study.
Long-term projects in portrait photography move between authenticity and staging: Depending on the intention of the photographer a rigid concept is selected or an open result is allowed.
Wether the photographer approaches the human being closer or the media-ability of the portrayed grows, the facial expression always varies between naturalness and pose.
The viewer in turn looks for sequential changes or the constant in alteration and develops - starting from individual snapshots, the implied time and its own life experience - an intervening story.
A special feature of the long-term projects in portrait photography is that picture books represent the actual work:
The scroll takes - measured in the many years which are inherent to the subject - just a moment. Increasingly, the photographers copy family and friends - because family members are usually available at all times, while other models require a fixed date. This forces the question, how these volumes differ of family albums.

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Annika Frye (FB PG)

Improvisation in Designprozessen

Die Improvisation ist selbstverständlicher Teil des Alltags der Gestalter. Sie wird, teilweise auch unbewusst, immer wieder im Entwurfsprozess eingesetzt. So ist es eine typisch improvisatorische Strategie, mittels einer Schraubzwinge temporär die Einzelteile eines Modells zu fixieren. Über den rein praktischen Nutzen im Alltag hinaus, kann die Improvisation im Design auch als Kunstfertigkeit gelten. Mit dem Begriff der Kunstfertigkeit ist an dieser Stelle nicht eine handwerkliche, reproduzierende Handlung gemeint. Vielmehr handelt es sich um eine gestalterische Kompetenz, die etwas Neues schafft – basierend auf dem Repertoire des Gestalters (Virtuosen). Im Alltag der Gestalter wird diese Form der Improvisation meist übersehen. Doch die Improvisation wird schon immer, besonders in verschiedenen Bereichen der Kunst, als Strategie zu Erzeugung von Ideen und Werken eingesetzt.

Im Zuge der Promotion sollen der Begriff Improvisation und dessen Bedeutung für das Design betrachtet werden. Der Fokus hierbei liegt auf dem schöpferischen, produktiven Aspekt der Improvisation, als Gegensatz zu Notlösungen wie sie in Form von Provisorien im Alltag entstehen. Modelle und Zeichnungen, aber auch Gespräche in den Ateliers deuten auf ein implizites Wissen der Gestalter hin, dass die Improvisation beeinflusst. Sie sollen dokumentiert und mit dem Blick auf die Improvisation und ihr implizites Wissen untersucht werden. Ziel der Arbeit ist, das Phänomen der Improvisation zu entmystifizieren und vielleicht sogar Substrategien zu finden, die sich als Methode verwenden lassen.


Annika Frye (FB PG)

Improvisation in design processes

Improvisation is a natural part of the everyday life of the designer. It is, in part unconsciously, always used in the design process. So it is a typically improvisational strategy, using a clamp to fix the temporary parts of a model. Beyond the purely practical purpose in everyday life the improvisation can also serve as skill in design. The concept of skill at this point is not meant in a craft, reproductive act. Rather it is a design expertise that creates something new - based on the repertoire of the designer (virtuoso). In the everyday life of the designer, this creative form of improvisation is often overlooked. But improvisation has always been used, especially in various fields of art, as a strategy to generate ideas and work.

As part of the promotion the concept of improvisation and its importance for the design will be examined. The focus here is on the creative, productive aspect of improvisation, as opposed to temporary solutions such as occur in the form of temporary restorations in everyday life. Models and drawings, but also talks in the studios point to a tacit knowledge of designers that influence improvisation. This should be documented and investigated with the view on improvisation and the implicit knowledge. The aim of this work is to demystify the phenomenon of improvisation and perhaps even find sub-strategies that can be used as a method.

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Anne Kersten (FB VK)

Ein Feld abstecken. Landwirtschaft in der zeitgenössischen Kunst

Seit Mitte der 2000er Jahre findet in künstlerischer und kuratorischer Praxis sowie in groß angelegten Festivals und Residency-Programmen verstärkt eine Beschäftigungen mit dem ruralen Raum statt. Thematisiert werden darin der soziokulturelle Kontext ländlicher Lebensräume, die bäuerliche Kultur sowie ihre ökonomischen Bedingungen, Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Vor allem im englischsprachigen Raum hat sich dafür der Begriff der Rural Art etabliert.
Im Rahmen der Dissertation werden ausgewählte künstlerische und kuratorische Projekte der Rural Art und aus dem Bereich Kunst & Landwirtschaft sowie angrenzende Projekte aus Zusammenhängen der urbanen Landwirtschaft in Deutschland, Spanien, Österreich, England und den USA, nach formalen Aspekten auf ihre Verbindung zu den bereits definierten Kunstgattungen Eco-Art, Land Art, Volkskunst sowie Kunst & Wissenschaft untersucht.
Um der gesellschaftlichen Relevanz der Thematik gerecht zu werden, sollen neben kunstwissenschaftlichen auch agrarwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und ernährungswissenschaftliche Studien die Forschungen unterstützen.
Im Rahmen meiner kuratorischen Praxis, die ich als Verschmelzung von Theorie und Praxis verstehe und damit als eigenständige Wissensproduktion, entsteht forschungsbegleitend eine Ausstellung zum Thema.


Anne Kersten (FB VK)

Setting-out a field. Agriculture in Contemporary Art

Since the mid-2000s, in artistic and curatorial practice as well as in large-scale festivals and residency programs, an engagement with rural spaces is occurring. Addressing the socio-cultural context of rural living, the countrified culture and their economic conditions, agriculture and food production. Especially in the English-speaking world the term of Rural Art has been established.
As part of the thesis selected artistic and curatorial projects of Rural Art and from the field of arts and agriculture will be observed as well as related projects in contexts of urban agriculture in Germany, Spain, Austria, England and the United States, according to formal aspects of their links to those already defined Eco-Art art classes, studied land type, folk art, and art & science.
To meet the requirements of the social relevance of the subject, both scientific and artistic agricultural science, and social science and nutritional research studies will be studied.
As part of my curatorial practice, which I understand as a fusion of theory and practice, and therefore can be seen as an independent production of knowledge, research results accompany an exhibition on the subject.

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Christine Mederer (FB VK)

Ort als Narration und symbolische Konstruktion

Nomaden, Netzwerke und Ströme haben den Stadt-Diskurs übernommen. Den "anthropologischen" Orten des organisch-sozialen, der Identität und des historischen Bewusstseins im Modus linearer Narration stehen nomadische Gleichzeitigkeiten gegenüber: vom Münden der Orte in den Nicht-Orten, vom Ende der Städte und dem Aufgehen von Orten in der Logik des Netzwerks ist die Rede. Der "Übergang vom Subjekt zum Projekt" meint ebendiesen Bruch in der Identitätserzählung im Modus der linearen Timeline.
In der biographischen Erzählung vom Künstler/-subjekt erscheinen Aufenthalts- und Produktionsort/-angabe als konventionell-relevante Daten der symbolischen Verortung, zwischen Sesshaftigkeit und Bewegung, der Ortsbegriff wird zur symbolischen Repräsentation.
Wie ist das Verhältnis von künstlerischer Praxis zum spezifischen
Ort zu fassen?
Nähert man sich dem Korrelat zwischen Ort/Subjekt/Bewusstsein, so müssen zunächst verschiedene Ansätze des Orts/der Ortsspezifik unterschieden werden:
Phänomenologische Konzeptionen des Orts als leibräumlich zugänglichem, Immaterialisierungs-Theorien der Orte im Netzwerk, diskursiv-symbolisches Einräumen von Orten, eine Unterscheidung zwischen "place" und "site".
Welche Modelle von Stadt und öffentlichem Raum lassen sich daran ableiten? Verschiedene Konzeptionen des Orts existieren parallel - und ebenso verhält es sich mit dem Begriff des "ortsspezifischen" in der künstlerischen Praxis.
In dieser Forschungsarbeit sollen Konzeptionen des Orts und der Ortsspezifik anhand konkreter Kunstprojekte im Stadtraum ausgearbeitet werden.


Christine Mederer (FB VK)

Place as a narrative and symbolic construction

Nomads, networks and flows have taken over the city discourse. The "anthropological" places of the organic-social, identity and historical consciousness in the mode of linear narrative are facing nomadic simultaneity: the flow of the places into non-places, the end of the cities and the rise of places in the logic of the network are at interest. The "transition of the subject to the project" means just this break in the narrative identity in the mode of the linear timeline.
In the biographical story of the artist / -subject, residences and places of production /-ing codes appear as conventionally-relevant data of the symbolic founding, between the sedentary and motion in the local term for the symbolic representation.
How can the relationship between artistic practice and specific space be understood?
If one approaches the correlate between place / subject / consciousness, at first, various proposals of the place / the specific place have to be distinguished:
Phenomenological conception of the place as a physical accessible space, theories of immaterialisation of place in networking, discursive and symbolic granting of places, a distinction between "place"and "site".
What models of urban and public space can be derived? Different conceptions of space exist parallel - just like the situation of the "site-specific" in artistic practice.
In this research the concepts of place and site specificity should be elaborated by means of concrete art projects in city-space.

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Julia Rommel (FB VK)

Ubiquität als Ziel eines Desorientierungsprozesses

Ausgangspunkt meines Forschungsinteresses zum Phänomen Ubiquität bildet die in unserer Gesellschaft etablierte Idee einer ortsungebundenen Existenz.
Ubiquität beschreibt die gleichzeitige Anwesenheit einer Person
an mehreren Orten. Meine Spekulation dieser spezifischen Form räumlicher Präsenz steht im Kontext eines relativistischen Raumbegriffs, der Raumbildung als kontinuierlichen Prozess
unserer Interaktion mit dem Raum versteht.
Kommunikations- und Informationstechnologien die eine Übertragung immaterieller Information über Distanzen
hinweg ermöglichen, verursachen medienbedingt immer eine Informationslücke nicht repräsentierbarer
Kommunikationselemente.
In dem so entstehenden Imaginationsraum entwickeln die Kommunizierenden eine gemeinsam erlebbare Situation.
Diese enspricht einer Art räumlicher Komponente der von Merleau-Ponty formulierten Zwischenleiblichkeit, einem in der Kommunikation synergetisch konstruierten Ort des „Dazwischen”
auf den sich Teile unserer Präsenz beziehen.
Mobile Informations- und Kommunikationstechnologien dienen uns als Werkzeuge dazu, unterschiedliche Qualitäten von Präsenz und Absenz zu entwickeln. Sie sind Ursache einer Selbstverdopplung, einer Selbstreflexion unseres Leibes, die sich in einer Abstraktion des Leibes durch eine Differenzierung zwischen Körperding und fungierendem Leib äussert.
(Merleau-Ponty / Waldenfels)
Unser Umgang mit Technologien beinhaltet somit ein Potential, das Orientiertsein des Leibes zu stören: Aus der Verschiebung der Leibelemente zueinander resultiert ein Prozess der Desorientierung.
Ziel meiner Auseinandersetzung ist es, diesen Desorientierungsprozess als kreative Methode zur Erzeugung alternativer Raumsituationen zu anaysieren.


Julia Rommel (FB VK)

Ubiquity as a destination of a desorientation-process

The starting point of my research interest in the phenomenon ubiquity generates the - in our society - established idea of a stationary existence.
Ubiquity describes the simultaneous presence of a person in several places. My speculation in this specific form of spatial presence stands in context of a relativistic concept of space, "space-developing" as a constant process of our interaction with space.
Communication and information technologies, that allow a transfer of immaterial information over distances, generate - due to media-conditions - "information-gaps" in non-representable elements of communication.
In the thereby created imaginary space the communicators jointly develop a tangible situation.
This corresponds to a sort of spatial component of the intercorporeality formulated by Merleau-Ponty, a place of communication synergistically designed as "in between", on which parts of our presence relate to.
Mobile information and communication technologies provide tools to develop different qualities of presence and absence. They are the cause of self-doubling of a self-reflection of our body, which manifests itself as an abstraction of the body through a differentiation between a body-thing and a serving body. (Merleau-Ponty / Waldenfels)
Our experience with technologies thus involves a potential to disrupt the orientation of the body: The displacement of the body elements with one another result in a process of disorientation.
The aim of my argument is to analyze this disorientation-process as a creative method for production of alternative situations of space.

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Margret Hoppe (FB VK)

Der Architekt des Fotografen

Zur Beziehung zwischen den Fotografien von Lucien Hervé
und der Architektur Le Corbusiers

Der Fotograf Lucien Hervé arbeitete fast zwanzig Jahre mit dem Architekten Le Corbusier zusammen. Hervé stammte ursprünglich aus Ungarn und emigrierte 1929 nach Paris.
Le Corbusier, eigentlich Charles-Edouard Jeanneret-Gris, wurde 1887 in der Schweiz geboren und verlegte 1917 seinen Wohnsitz nach Paris. Seit 1949 arbeitete Lucien Hervé mit dem Schweizer Architekten bis zu Le Corbusiers Tod im Jahr 1965 zusammen.
In dem theoretischen Teil meiner Promotion mit dem Titel
»Der Architekt des Fotografen – Zur Beziehung zwischen den Fotografien von Lucien Hervé und der Architektur Le Corbusiers«
möchte ich die Wechselbeziehung von Architektur und Fotografie untersuchen. Anhand der Beziehung des Fotografen Lucien Hervé zum Architekten Le Corbusier soll dieses Bündnis beleuchtet werden,
inwieweit die Fotografie Einfluss auf die Architektur hat und umgekehrt. Da das Werk von Le Corbusier in der Kunstgeschichte ausreichend untersucht wurde, möchte ich mich in der Arbeit
vor allem auf die Fotografie von Lucien Hervé konzentrieren. Nicht selten steht der Fotograf im Schatten des Architekten. Obwohl erst durch die Fotografie und die damit verbundene Darstellung und Reproduktion, Architektur international verbreitet und reziptiert wird.
So ist das das Werk Le Corbusiers weltweit bekannt. Die Fotografien von Lucien Hervé hingegen sind vor allem in Frankreich gewürdigt wurden, wo sich auch die Stiftung Lucien Hervé befindet und Hervé im Jahr 2000 mit dem Grand Prix de la Photographie de la Ville de Paris gewürdigt wurde. In Deutschland ist der Name Hervé jedoch nur wenigen ein Begriff.
Hier wurde er, abgesehen von einer Retrospektive in den Deichtorhallen Hamburg, nur selten in Ausstellungen gezeigt.
Nur ansatzweise lässt sich anhand der Kurzbiografien in Publikationen ahnen, wie intensiv die Beziehung zwischen Hervé und Le Corbusier gewesen sein muss. Bei seinem ersten Auftrag für Le Corbusier im Jahr 1949, bei dem Hervé die Unité d`habitation in Marseille fotografierte, entstanden an einem Tag sechshundertfünfzig Aufnahmen.
Nachdem Le Corbusier die Fotografien sichtete, schrieb er an Hervé: „Sie haben die Seele eines Architekten, und Sie verstehen etwas davon, Architektur zu betrachten. Werden Sie mein Fotograf.“


Margret Hoppe (FB VK)

The architect of the photographer

On the relationship between the photographs by Lucien Hervé
and the architecture of Le Corbusier

The photographer Lucien Hervé worked together for almost twenty years with the architect Le Corbusier. Hervé was originally from Hungary and emigrated to Paris in 1929.
Le Corbusier, in fact Charles Edouard Jeanneret-Gris, was born in 1887 in Switzerland and moved his residence to Paris in 1917. Since 1949, Lucien Hervé worked together with the Swiss architect Le Corbusier until his death in 1965.
In the theoretical part of my PhD, entitled
"The architect of the photographer - On the relationship between the photographs by Lucien Hervé and the architecture Le Corbusier's"
I want to investigate the interaction between architecture and photography. Based on the relationship of the photographer Lucien Hervé and Le Corbusier, the alliance should be illuminated to which extent the photography influences the architecture, and vice versa. Since the work of Le Corbusier has been adequately studied in art history, I would like to mainly focus on the photography by Lucien Hervé. Not infrequently, the photographer stands in the shadow of the architect, although through photography the related imaging and reproduction, architecture is initially dispersed and received.
Therefore the work of Le Corbusier's is known around the world. In contrast the photographies by Lucien Hervé have been recognized especially in France where there is also the Foundation Lucien Hervé and in 2000 Hervé was honored with the "Grand Prix de la Photographie de la Ville de Paris". In Germany the name Hervé is only known to a few.
Here he was, apart from a retrospective at the "Deichtorhallen" in Hamburg, rarely shown in exhibitions.
Only partially, based on the short biographies in publications, the intense relationship between Hervé and Le Corbusier can be assumed. On his first contract for Le Corbusier in 1949, photographing the Unité d'habitation in Marseille, six hundred fifty pictures were developed.
After Le Corbusier screened through the photographs, he wrote to Hervé: "You have the soul of an architect, and you understand it to look at architecture. Become my photographer. "

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Sarah Bonnert (FB VK)

Sinnbilder der Vergangenheit
Die Rekonstruktion der Frankfurter Altstadt


Die Bereitschaft zur Rekonstruktion scheint in der Gegenwart wieder zu steigen. Der Verlust durch die Zerstörung, die im Zweiten Weltkrieg in Deutschlands Städte große Lücken gerissen hat, ist jedoch nur teilweise eine Erklärung für die Sehnsucht nach historischer Architektur. Im Vordergrund scheint vielmehr die Erwartung der therapeutischen Wirkung geschichtlicher Architektur zu stehen. Rekonstruktionsbefürworter beharren darauf, dass selbst heute noch eine emotionale Bindung zum seit Jahrzehnten verlorenen Baudenkmal bestünde. Dieses verlorene Denkmal gelte es in der Absicht, Identität zu stiften, wieder zu gewinnen. Rekonstruktionsgegner wenden ein, dass sich verloren gegangene Denkmäler nicht beliebig wieder erneuern, wiederholen und wiederaufbauen lassen. Nur die Kulisse, das Bild eines verlorenen Denkmals, lässt sich wieder herstellen.
In Frankfurt am Main wird seit Anfang 2010 das Technische Rathaus, das in den 70er Jahren auf das Areal zwischen Dom und Römer gebaut wurde, abgerissen. Der hier entstehende Freiraum soll mit einer Teilrekonstruktion der im Krieg zerstörten Altstadt bebaut werden. Anhand des Wiederaufbaus der Frankfurter Altstadt möchte ich untersuchen, inwiefern räumliche Strukturen unsere Wahrnehmung, unser Handeln, unser Denken und unsere Kommunikation prägen, strukturieren und auf die Konstitution eines Selbst einwirken. Wie werden Handlungs- und Wahrnehmungsmuster durch Bebauungsformen und Architektur beeinflusst? Kann ein „nicht- gewachsener“, rückwärtsgewandter Stadtraum überhaupt eine Bedeutung bei der Suche nach Identität übernehmen? Oder wird der hier geschaffene Raum – die rekonstruierte Altstadt – doch nur zu einem Handlungshintergrund, und somit zu einer Kulisse für Politik, Kommerz und Tourismus? Und inwiefern ändert sich die Identität dieser Stadt mit der neuen Bebauung? Mit meinem Promotionsvorhaben möchte ich das Bauvorhaben begleiten und somit am Prozess der Entstehung ansetzen und nicht erst das Endergebnis nach seiner Fertigstellung betrachten.

Weitere Informationen zu meinem Projekt unter: www.aufbruchabbruch.de


Sarah Bonnert

Symbols of the past
The reconstruction of the historic district of Frankfurt


The readiness for reconstruction in the present seems to rise again. The loss by the destruction that has been left in the Second World War in Germany's cities, creating large gaps, however, is only a partial explanation for the desire for historical architecture. In the foreground however there seems to be an expectation of a therapeutic effect of historical architecture. Reconstruction proponents insist that there is even today, still, an emotional attachment existing towards a since decades lost ancient monument. This lost monument could aim for the intention of establishing identity. Reconstruction opponents argue that lost monuments can not easiliy be renewed, repeated and rebuild. Only the scenery, the image of a lost monument, can be produced again.
In Frankfurt am Main, since the beginning of 2010, the town hall, built in the 70s on the ground the between the cathedral and the Römer, is being demolished. The space created here will be constructed with a partial reconstruction of the in the war destroyed historic district. Based on the reconstruction of the historic district of Frankfurt, I would like to examine how spatial structures influence our perceptions, our actions, our thinking and communication, how this is structured and in what way it forms the constitution of oneself. How are patterns of action and patterns of perception influenced or effected by forms of construction and architectual forms? Can a "not-grown" backward-looking urban space take on any meaning in the search for identity? Or is the space created here - the reconstructed historic district - only a policy background for politics, commerce and tourism? And to what extent does the identity of this city change with the new buildings? With my PhD project I would like to accompany the construction project and thus begin the process of development and consider not only the final result after its completion.

For more information about my project: www.aufbruchabbruch.de