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Als einer der ältesten Lehrbereiche der Hochschule für Gestaltung und ihrer Vorläufer dürfte der jetzige Studienschwerpunkt »Kommunikationsdesign« wohl am bekanntesten sein - wenn auch nicht mit diesem Namen. Bis zum Ende der 60er Jahre war die Bezeichnung »Gebrauchsgrafik« oder »Angewandte Grafik« für diese Fachklassen der ehemaligen Werkkunstschule üblich. Nach Gründung der Hochschule für Gestaltung 1970 erhielt der neu eingerichtete Fachbereich die Bezeichnung »Grafik«, der dann einige Jahre später seinem strukturellen Ausbau und seinem Selbstverständnis entsprechend in »Visuelle Kommuni- kation« umbenannt wurde.

Die Erweiterung des Fachbereichs um die Lehrgebiete Film, Bühnenbild und Kunst machte es alsbald notwendig, medienspezifischen Ausbildungs- gesichtspunkten Rechnung zu tragen und dafür Studienschwerpunkte einzurichten. Mit dieser Entscheidung wurde jeder Fachrichtung die ihr gebührende Basis zur Entwicklung eigener Lehr- und Ausbildungsziele gegeben. Damit konnte sich die eigenständige künstlerische Arbeit entfalten und durch das gewonnene Selbstverständnis der Studienschwerpunkte auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend gefördert werden.

Die Entwicklung vom ursprünglich zweidimensionalen Bereich Grafik zu einem Multimedia-Fachbereich hat sich erwartungsgemäß dank vielfältiger wechsel- seitiger Anregungen auch auf die künstlerische Effizienz des Studiums ausgewirkt. Kommunikationsdesign im Verständnis dieses Fachbereichs meint: künstlerische Ausdrucksmittel bei der Gestaltung von Büchern, Zeitschriften, Katalogen, Plakaten, Ausstellungen so anzuwenden, dass Inhalt und visuelle Mitteilungsform sich zu einem gegenseitig fördernden, größeren Ganzen fügen. Visuell, »das Sehen betreffend«, bezieht sich auf das, was unsere Augen wahrnehmen: Bilder, Buchstaben, Zeichen, Formen, Strukturen, Farben. Sie vermögen einen Text, einen Inhalt, eine Mitteilung mehr oder weniger lesbar, verständlich, anziehend zu machen. Womit deutlich wird, dass künstlerisch- ästhetische Kriterien die Qualität der »Gestalt«ung bestimmen. Der Erfolg, die Akzeptanz des Gestalteten ist aber auch von der Beachtung anderer Aspekte abhängig. Diese sind, zum Beispiel, gesellschaftlicher oder gruppenspezifischer Art, sie beziehen sich auf das Alter einer Leserschicht ebenso wie auf den Zweck einer Veröffentlichung. Neben dem eigentlichen Gestalten ist also die Beschäftigung mit einer Reihe anderer Wissensgebiete von gleich großer Bedeutung.