27 Oktober 2017

Diplompräsentation Design

19:30 Uhr, Aula
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Diplomandinnen & Diplomanden

Michael Eisele
Marina Fischer
Daniel Gemmecke
Martin Holmann Gonzalez
Jan Simin Maibaum
Valentin Maskow
Anna-Lena Möckl
Madita Antao-Morgenstern
Lukas Munser
Robin Schmid
Ines Schramm
Catalina Villa Melendez
Johannes Wöhrlin

27 Oktober 2017

Diplome

19:30 Uhr, Aula

Bambus, eine interkulturelle Materialstudie und TARRA&VALLA Töpferwerkzeug für die Drehscheibe

Von Madita Morgenstern Antao

Die interkulturelle Materialstudie ist eine intensive und kritische Auseinandersetzung mit dem tropischen Rohstoff Bambus in einem modernen Kontext. In Indien, Japan und Äquatorial Guinea lernte ich unterschiedliche kulturspezifische Verarbeitungstechniken kennen. Mit diesem Wissen gestalte ich einen anwendungsbezogenen Entwurf; eine Töpferwerkzeug-Familie, die sich die besonderen Eigenschaften des Rohstoffes zu nutzen macht. TARRA&VALLA sind Drehscheibenwerkzeuge, welche die Funktionen von drei Hilfsmitteln in einem vereinen, eine intuitive Benutzung und einen organischen Arbeitsablauf ermöglichen. Zusammen mit Töpfermeistern in Mumbai, optimierte ich dessen Handhabung und Funktionalität. Bambus regt mit seinen einmaligen Charakteristika und Vorzügen zu neuen, einfachen sowie schlüssigen Gestaltungsformen an.

Betreuende:

Prof. Dr. Markus Holzbach, Prof. Petra Kellner

Valla inaktion morgenstern
In dharavi

Interaktive Klangstruktur

Valentin Maskow

Die Interaktive Klangstruktur beschäftigt sich mit der Visualisierung von Klängen und Tönen. Dafür übersetzt der Entwurf Audiosignale in raumgreifende Bewegungen und gibt dabei einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz mit insgesamt 49 Einzelmodulen wieder. Das abstrakt gehaltene Panel misst 700x700mm und wirkt passiv wie ein Bild. Im aktiven Zustand hingegen zeichnen sich Bewegungen in der Oberfläche ab, die so als abstrakte Übersetzung des immateriellen Guts Ton fungiert. Die als Installation fungierende Interaktive Klangstruktur geht über dessen hinaus und hat den Anspruch der Modularität, Reproduktion und Vervielfältigung.

Betreuer:

Prof. Dr. Markus Holzbach.

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Hautnah

Anna-Lena Moeckl

Hautnah ist ein Konzept zur Applikation individuell dosierter Medizin auf der Haut. Die medizinischen Wirkstoffe werden mit Hilfe des entwickelten Rollers direkt auf die Haut aufgetragen und dort kontinuierlich in den menschlichen Organismus aufgenommen. Die Wirkstoffe werden als temporäre Struktur appliziert. Diese ist für den Nutzer als Darreichung direkt auf der Haut sichtbar. Sie visualisiert die Wirkstoffaufnahme sowie die verbleibende Dosis über farbliches Verblassen und Auflösen der Struktur. Dabei bestimmen einzelne Segmente der Struktur die Dosis. Der Roller wird in der Apotheke mit personalisierter Medizin nachgefüllt – angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse.

Betreuer:

Prof. Peter Eckart

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Pacífico: Interaktion zwischen Design und Kunsthandwerk

Catalina Villa Melendez

Das Ziel meiner Diplomarbeit war es, die Interaktion zwischen Design und Kunsthandwerk zu untersuchen. Ebenso wurde der Verlust von kulturellen Werten dargestellt, die das Kunsthandwerk der Ureinwohner nach dem Austausch mit Design vollzieht. Je nachdem, wie stark der Einfluss des Designs auf das kunsthandwerkliche Objekt ist, kann man dieses Objekt in eine von vier Kategorien einordnen: Das autonome Objekt, das entfremdete Objekt, das aufgezwungene Objekt und das angepasste Objekt.

Um diese vier Kategorien darzustellen, wurden kunsthandwerkliche Objekte im Zusammenhang mit den Wounaan Ureinwohnern von der Pazifikküste in Kolumbien entwickelt. Dafür wurden verschiedene Forschungsaktivitäten und Übungen durchgeführt.

Das Ergebnis ist eine Serie von Korbwaren aus Wérregue (eine pflanzliche Faser) und ihre Analyse nach dem Modell von Paula Gomez Serrano »Interaktionszyklen für die Analyse eines Objektes von Eingeborenen«. Nach dem Vergleich der Objekte wird der Verlust der kulturellen Werte deutlich angezeigt. Zusätzlich wurde die Zusammenarbeit mit den Kunsthandwerkern dokumentiert sowie interkulturelle Erfahrungen, Herausforderungen und gewonnene Erkenntnisse.

Betreuer:

Prof. Peter Eckart

Diplom 882